Natur erleben und verstehen

Im Umweltinformationszentrum steht die Natur im Mittelpunkt.
Die abwechslungsreichen Ausstellungen nehmen Sie mit auf einen Streifzug durch Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Dabei spielt die Beziehung zwischen Mensch und Natur eine bedeutende Rolle.

Exponat "Chaos und Ordnung"
Exponat "Chaos und Ordnung"

Die vielfältige Landschaft der Insel Rügen interaktiv entdecken

In der Erlebnisausstellung lernen Besucher an themenorientierten Bausteinen die Besonderheiten der Landschaftskulisse der Insel Rügen
sowie der DBU Naturerbefläche Prora kennen.

An 17 verschiedenen Stationen können große und kleine Forscher Natur erleben und hinterfragen.
Die Ausstellung vermittelt mit speziellen Text- und Hörbeispielen spannendes Wissen und ist daher auch für Kinder geeignet.
Besucher können virtuell ihre eigene Wildnis bauen und heimische Tierarten in ihren Wohnstuben besuchen.
Wer einmal selbst aktiv werden möchte, kann sich an den spielerischen Exponaten, z.B. beim Funkenschlagen in einem Feuersteinraum, ausprobieren. 


Weitere Themen der Ausstellung:

•  Netzwerk Nationales Naturerbe
• DBU Naturerbe
• geologische Entstehung der Insel Rügen
• militärische Vornutzung der Naturerbefläche Prora

Die Ausstellung ist barrierearm. 

Die Natur mit allen Sinnen entdecken
Die Natur mit allen Sinnen entdecken

Entdeckungen in der Ostsee - Auf Tauchexpedition um die Insel Rügen

In der Ausstellung wird ein Kooperationsprojekt zwischen archaeomare e.V. - Institut für marine und maritime Forschung und dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund vorgestellt.

Seit 2008 erkunden und untersuchen die Forschungs- und Sporttaucher beider Institutionen die marinen Ökosysteme
in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern. Der Fokus der Untersuchungen lag auf der Dokumentation der Gewässer um die Insel Rügen.
Ziel der Tauchexpedition war es die verschiedenartigen Lebensräume mit moderner Kameratechnik zu dokumentieren.
Mit dem entstandenen Bild- und Filmmaterial wird die schützenswerte Unterwasserflora und -fauna dargestellt.

Darüber hinaus wurden durch die Taucher teilweise wenig bekannte geologische Besonderheiten wie die Kreideriffe
vor Arkona und dem Königsstuhl, Torfbänke, unterseeische Steinfelder und ausgedehnte Sandflächen erfasst. Aber auch die Dokumentation
von Schiffswracks als Lebensräume und als historische Sachzeugnisse nahmen in dem Projekt einen wesentlichen Bestandteil ein.

Bei ihren Einsätzen stießen die Unterwasserforscher auch vielfach auf Umweltprobleme. In separaten Projekten machten die Taucher
auf die Geisternetze aufmerksam; Fischernetze, die teilweise vor vielen Jahrzehnten verloren gingen und als Müll und Falle für Fische,
Seevögel und marine Säuger die Ostsee auch noch heute stark belasten. Ein anderes Problem sind Köder und andere Hinterlassenschaften
der Freizeitfischerei, die durch einen starken Anstieg des Angeltourismus auch zunehmend die Ostsee verschmutzen.

Die Tauchuntersuchungen wurden umfangreich durch das Nationalparkamt Vorpommern und das Umweltbundesamt unterstützt.
Eine mehrfache Förderung des in ehrenamtlicher Tätigkeit durchgeführten Dokumentationsprojektes erfolgte durch
die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung mit Mitteln von Bingo! Die Umweltlotterie.

Auf über 50 großformatigen Unterwasserfotos, mit einem für die Ausstellung produzierten Film und mit vier gestalteten Vitrinen
wird vom 1. November 2018 bis zum 31. März 2019 von den Entdeckungen in der Ostsee berichtet.
Die Ausstellung kann innerhalb der Öffnungszeiten kostenfrei besucht werden.

Kreideriff bei Kap Arkona. Der Taucher untersucht die aufragenden Felsen, die nach den Winterstürmen kaum Bewuchs durch Muscheln oder Algen aufweisen.
Foto: Roland Obst ©archaeomare e.V. Stralsund
Kreideriff bei Kap Arkona. Der Taucher untersucht die aufragenden Felsen, die nach den Winterstürmen kaum Bewuchs durch Muscheln oder Algen aufweisen.
Foto: Roland Obst ©archaeomare e.V. Stralsund


"Kreide und Katen" - Manfred Diekmann

„Kreide und Katen“ lautet der neue Ausstellungstitel des Rügener Landschaftsmalers Manfred Diekmann aus Lietzow. In dieser Ausstellung zeigt er neben den dominierenden Kreidemotiven die untergehenden Schönheiten alter Katen, Scheunen, Ställe und Schuppen. Sie sollen im Gegensatz zu den modernen Zersiedlungsbauten der Gegenwart noch einmal gezeigt werden.

„Kreide, seit Jahrhunderten dominierendes Motiv für viele Maler und jedes Menschenleben überdauernd. Daneben die zu langsamen Sterben verurteilten Reetdachbauten der vergangenen Zeit, Häuser, Ställe, Scheunen u.a. Man muss die Orte mit diesen Bauten suchen um ihre alte Schönheit zu sehen. Orte wie Nardevitz, Freesenort mit Bestand findet meist nur der Suchende. Lobenswerte Rettungsversuche durch engagierte Bürger stehen den Bestrebungen gegenüber durch sterile reetgedeckte Wohnsiedlungen ganze Areale zu belegen. Ich habe themenbezogen, in meinen Motiven dazu verschiedene Objekte dargestellt, teilweise abgerissen, notdürftig repariert oder auch gerettet. Ich hoffe, dass die Darstellung zu Überlegungen anregen und auch einen Augenblick der Besinnung bringen.", so Manfred Diekmann.

Lassen Sie sich von der malerischen Kreideküste und den beeindruckenden Katen verzaubern. Die in Öl gehaltenen landschaftlichen Schönheiten von Manfred Diekmann sind vom 1. Februar bis 31. März 2019 in unserer KunstGalerie kostenfrei zu besichtigen.
Erfahren Sie mehr über den Künstler.

Quelle: Manfred Diekmann

"Kreide und Katen" von Manfred Diekmann
"Kreide und Katen" von Manfred Diekmann
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